Gemeinden fühlen sich benachteiligt
Vorgestern berichtete die Gazeta Pomorska, dass sich die ländlichen Gemeinden im Landkreis Chelmno bei der Vergabe von Zuschüssen aus EU-Mitteln für die Ausführung von Investitionsvorhaben benachteiligt fühlen und die Entscheidung des Landrats Gamanski, den Bau der Umgehungsstraße für die Stadt Chelmno als vorrangiges Projekt zu melden, missbilligen.
Nun wird der Ton schärfer. Mariusz Kedzierski, dem Bürgermeister der Stadt Chelmno, ist es nämlich gelungen, beim Woiwodschaftsmarschall Piotr Calbecki eine ähnliche Zusage für eine bevorzugte Bezuschussung der notwendigen Altstadtsanierung zu erhalten.
Jerzy Cabaj, der Gemeindevorsteher von Lisewo, beklagt sich in der heutigen Ausgabe der Gazeta Pomorska, dass der Landrat derartige Absprachen mit der Woiwodschaft nicht nur im Einvernehmen mit dem Bürgermeister von Chelmno vornehmen dürfe, sondern auch die ländlichen Gemeinden des Kreises in die Gespräche einbeziehen müsse. Viele, nach Ansicht Cabajs wertvolle, Vorhaben wie der Bau von Wasserleitungen und Kanalisationen in den Dörfern hätten es auch verdient, außerhalb des üblichen Bewerbungsverfahrens eine Chance zu erhalten. Cabaj wirft Bürgermeister Kedzierski vor, noch nicht einmal bereit zu sein, die Sanierung der Kirche in Lisewo oder der Burgruine in Papowo Biskupie in das geplante Sanierungsprogramm für Chelmno aufzunehmen.









