Ausstellungsräume für Lorenzberg-Fundstücke gesucht
Der sich mit dem Schutz des Kulturerbes des Culmer Landes befassende Verein Sclavinia hat sich zur Aufgabe gesetzt, einen geeigneten Ort für eine Ausstellung der Fundstücke zu finden, die im Rahmen der langjährigen Ausgrabungsarbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. Wojciech Chudziak am Lorenzberg (poln. Gora Sw. Wawrzynca) bei Kaldus gesichert werden konnten (vgl. Beitrag Archäologische Ausgrabungen am Lorenzberg). Unter dem Motto Geheimnisse des Lorenzberges war die Ausstellung in den Jahren 2004 und 2005 schon in Warszawa (Warschau), Torun (Thorn), Krakow (Krakau), Poznan (Posen) und Gdansk (Danzig) zu sehen. Jetzt soll sie einen festen Platz in der Nähe der frühmittelalterlichen Siedlung, der sie gewidmet ist, finden und die Grundlage für die zukünftige Schaffung eines Freilichtmuseums in Kaldus bilden.
Die Tageszeitung Gazeta Pomorska berichtet heute, dass Ewa Gerka, die dem Vorstand des Vereins Sclavinia angehörende Direktorin des Museums des Culmer Landes versucht hat, die Ausstellung im Museum unterzubringen. Jedoch reicht dort die zur Verfügung stehende Fläche nicht aus. Daher erwägt man nun, den Keller des Dorfgemeinschaftshauses in Kaldus umzubauen, um dort dauerhafte Ausstellungsräume zu schaffen. Der Vorzug dieses Standorts wäre unzweifelhaft die unmittelbahe Nähe zur Ausgrabungsfläche am Lorenzberg, so dass man einen Besuch dort gut mit einer Besichtigung der Fundstücke verknüpfen könnte.
Von Nachteil ist jedoch, dass man in Kaldus kaum mit Spontanbesuchern rechnen kann. Deshalb wird als zweiter möglicher Ausstellungsort die Dominikanerkirche in Chelmno in Betracht gezogen. Zwar ist die Kirchengemeinde einverstanden, jedoch stellt die im Gotteshaus herrschende hohe Luftfeuchtigkeit ein Problem dar. Wahrscheinlich könnten die Exponate nur während der Sommermonate in der Kirche ausgestellt werden und müssten während des Winters an einem trockenen Ort eingelagert werden.









