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Weiterer Vogelgrippefall in Polen

Nach einer Meldung des Portals gazeta.pl sind auf einer Legehennenfarm im Landkreis Żuromin 200 Tiere nach einer Infektion mit dem Vogelgrippevirus H5N1 verendet. Vor Ort wurde ein Krisenstab eingerichtet. Entsprechende Schutzzonen wurden ausgewiesen. Der Verkehr wird umgeleitet und Desinfektionsstellen werden eingerichtet. In diesem Gebiet soll es viele Geflügelhöfe geben, so dass erheblicher wirtschaftlicher Schaden droht, falls sich die Vogelgrippe ausbreitet. Allein auf der betroffenen Farm müssen zehntausende Hennen gekeult werden. Nach Angaben des Nachrichtenportals TVN24.pl soll der genaue Standort des Betriebs erst am Sonntag um 10.00 Uhr während einer Pressekonferenz im Landwirtschaftsministerium mitgeteilt werden, damit die Behörden ohne Behinderungen die notwendigen Erstmaßnahmen treffen können.
Vor einer Woche war die Vogelgrippe auf Putenzuchtbetrieben im Raum Płock, rund 60 km südlich von Żuromin, ausgebrochen.

Ergänzung 9. Dezember 2007, 9.10 Uhr:

Der Woiwode von Masowien hat nach Informationen von TVN24.pl die Einrichtung einer Schutzzone angeordnet, die von den Verwaltungsgrenzen folgender Ortschaften in der Gemeinde Bieżuń beschrieben werden: Karniszyn, Karniszyn Parcele, Bieżuń, Strzeszewo, Sadłowo, Sadłowo Parcele, Myślin, Kocewo, Dźwierzno und Kobyla Łąka

Ergänzung 9. Dezember 2007, 11.20 Uhr:

Landwirtschaftsminister Marek Sawicki forderte heute alle Landwirte auf, verendetes Geflügel sofort den Behörden zu melden. Es gebe kein Grund zur Panik und es bestehe keine Gefahr für Menschen, jedoch müssten die wirtschaftlichen Folgen in Grenzen gehalten werden, sagte er. Sawicki versicherte, dass sein Ministerium allen Geflügelzüchtern finanzielle Schäden, die durch die Bekämpfung der Vogelgrippe entstehen, ersetzen werde. Sowohl die Europäische Kommission als auch China und die Ukraine als Importeure polnischen Geflügelfleischs würden laufend über die aktuelle Lage informiert werden. Eine Unruhe bei Geflügel verarbeitenden Unternehmen sei aber nicht zu übersehen, so Sawicki. Daher wolle er morgen Gespräche mit Branchenvertretern führen, um die Lage zu besprechen.

Ergänzung 9. Dezember 2007, 15.30 Uhr:

Mittlerweile ist bekannt geworden (Quelle: gazeta.pl), dass die betroffene Legehennenfarm in der Ortschaft Karniszyn liegt. Dort müssen jetzt 110000 Tiere vorsorglich getötet werden. Der Eigentümer soll eine Entschädigung erhalten. In einem Umkreis von 3 km um den Ort gibt es 52 Farmen und 232 Bauernhöfe. Diese Schutzzone wurde von Polizei- und Feuerwehrkräften abgesperrt. Nur Einwohner haben zu ihr Zugang. Alle landwirtschaftlichen Betriebe in dieser Zone werden in nächster Zeit kontrolliert. Bisher gebe es keine Anzeichen für weitere Infektionen, sagt der Amtstierarzt der Woiwodschaft Masowien.



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