Katastrophale Verhältnisse und ehrgeizige Pläne
Nach Plänen der Polnischen Staatsbahn sollen in 12 Jahren Züge die Strecke von Gdynia an der Ostsee über Gdansk bis nach Bydgoszcz und Inowroclaw in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h absolvieren. Gerade wurde die Erstellung einer entsprechenden Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Damit enden aber schon die postiven Neuigkeiten, die die Tageszeitung Gazeta Wyborcza ihren Lesern mitteilen kann.
Der technische Zustand der viel befahrenen Gleise zwischen Bydgoszcz und Gdansk hat sich nämlich innerhalb des letzten Jahrzehnts dramatisch verschlechtert. Beförderte die Bahn ihre Kunden Ende der neunziger Jahre noch innerhalb von 100 Minuten von einer Stadt in die andere, braucht sie heute wegen der zahlreichen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der 160 km langen Strecke 170 Minuten.
Das ist noch nicht alles, denn nach dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember könnte die Bahn noch längere Fahrzeiten einführen. Ein aktuelles technisches Gutachten ergibt, dass Züge an manchen Stellen bis auf 40 km/h abbremsen müssen. Befürchtet wird, dass sich die Reisezeit dadurch auf 210 Minuten verlängert!
Was tut die Bahn? Sie senkt zumindest nicht die Fahrpreise. Ansonsten beginnt sie ab 2009 mit der Modernisierung eines 40 km langen Abschnitts zwischen Terespol und Twarda Gora. In Minuten ausgedrückt, führt diese Maßnahme zu einer Zeitersparnis von 15 Minuten. Weitere wirklich konkrete Pläne für eine Instandsetzung der Gesamtstrecke in den nächsten Jahren gibt es bisher aber nicht.










