Grudziadz profitiert von neuer Autobahn
Die gerade entstehende Autobahn A1, deren nördlicher Abschnitt von Gdansk (Danzig) in Richtung Süden über Torun (Thorn) bis nach Lodz (Lodsch) führen wird, sorgt in der rund 100000 Einwohner zählenden Weichselstadt Grudziadz (Graudenz) für ein wachsendes Interesse an Industrieflächen. So rechnet man mit der Entstehung von 1000 Arbeitsplätzen in diesem Jahr. Der Verpackungshersteller Polpak-Karton aus Poledno bei Swiecie sowie das als Zulieferer für Elektronik- und Haushaltsgeräteproduzenten tätige Unternehmen AMTEK aus Singapur werden in neuen Werken jeweils 100 Personen einstellen. Der stellvertretende Stadtpräsident Marek Sikora erklärt gegenüber der Tageszeitung Rzeczpospolita, dass man die Einrichtung einer 150 ha großen Unterzone der Pommerschen Sonderwirtschaftszone anstrebt. Die relativ hohe Arbeitslosigkeit im Raum Grudziadz, bedingt durch den massiven Stellenabbau in ehemaligen Staatsunternehmen in den neunziger Jahren, sorgt nach Ansicht Sikoras dafür, dass Investoren problemlos qualifizierte Arbeitskräfte finden. So baut auch der Metallverpackungshersteller Stal-Met, der bereits 200 Mitarbeiter in Grudziadz beschäftigt, eine weitere Fabrik. Eine Sprecherin der im Lebensmittelsektor tätigen Firma Masmal betont, dass man gerne auf ältere Arbeitnehmer zurückgreife, an denen es in der Stadt nicht mangelt, um die 100 in einem neuen Werk entstehenden Stellen zu besetzen. Die Stadtverwaltung bemüht sich aktiv um weitere Investoren. Jedem interessierten Unternehmen wird ein konkreter Kommunalbeamter als Ansprechpartner zugewiesen, der die reibungslose Abwicklung notwendiger Formalitäten unterstützt. Da Industrieflächen knapp werden, bereitet die Stadt die Ausweisung und Erschließung weiterer Gewerbegebiete vor.









