Eigene Abfallsortierungsanlage bevorzugt
Pläne für den Betrieb eines gemeinsamen Abfallentsorgungssystems für die Gemeinden der Landkreise Swiecie und Chelmno sind gescheitert. Ein derartiges Projekt war nach Informationen der Wochenzeitung Czas Chelmna (Ausgabe vom 3. Oktober 2008) in Betracht gezogen worden, weil man für die Schaffung eines für mindestens 150000 Einwohner ausgelegten Systems EU-Fördermittel beantragen konnte.
Während bis zum letzten Regierungswechsel die Chancen für eine Bezuschussung des schätzungsweise 30 Mio. Zloty teuren Vorhabens der beiden Nachbarkreise gut standen, setzte die neue Regierung andere Prioritäten und sah ein verschärftes Vergabeverfahren vor. Außerdem konnten sich die Kommunen auf beiden Seiten der Weichsel nicht über die Finanzierung des Eigenanteils an den Projektkosten einigen.
Die Stadt Chelmno setzt nun auf die Errichtung einer Abfallsortierungsanlage auf der eigenen Mülldeponie in Osnowo. Da bei einer Nichteinhaltung der sich mit den Jahren verschärfenden Recyclingquoten empfindliche Abgaben an die Woiwodschaft zu entrichten wären, muss dringend eine Lösung gefunden werden. Bürgermeister Mariusz Kedzierski plant nach Darstellung der Zeitung, den rund 3 Mio. Zloty teuren Bau der Abfallsortierungsanlage den Stadtwerken (Zaklad Uslug Miejskich) zu übertragen, die die Mülldeponie zunächst auf 10 Jahre pachten sollen. Auch wenn dadurch die Recyclingquoten eingehalten werden können, werden die anfallenden Investitionskosten zwangsläufig zu einer Erhöhung der Müllgebühren führen.










[…] wegen der hohen Kosten für den Bau der dringend notwendigen Abfallsortierungsanlage hitzig geführte Debatte im Stadtrat von Chelmno führte am vergangenen Dienstag nach Darstellung […]