Bürgermeister Kedzierski kontert
Anstatt unter vier Augen führen Landrat und Bürgermeister ihren Dialog in Sachen Umgehungsstraße über die Presse. In der heutigen Ausgabe der Gazeta Pomorska antwortet Bürgermeister Mariusz Kedzierski auf die Vorwürfe, die Landrat Zbigniew Gamanski gegen die Stadt erhoben hatte.
Bürgermeister Kedzierski legt die mit dem Landkreis und Nachbargemeinden von Chelmno geschlossene Vereinbarung anders aus als der Chef der Kreisverwaltung. Insbesondere weist er darauf hin, dass der Landkreis für eine 75-prozentige Deckung der Baukosten durch Drittmittel sorgen sollte. Erst danach und nach Ermittlung der genauen Kosten sollte eine konkrete Abmachung getroffen werden, welchen Anteil die Stadt Chelmno an der Finanzierung der restlichen 25% haben soll. Da jedoch jetzt die Baukosten nur zu 50% und nicht zu 75% von der Woiwodschaft übernommen werden sollen, sehe er sich vollkommen anderen Belastungen ausgesetzt, sagte Kedzierski. Ging es bisher um einen städtischen Kostenanteil in Höhe von 3,7 Mio. Zloty, stünden nun fast 8 Mio. Zloty im Raum, erklärte der Bürgermeister der Tageszeitung. Seiner Ansicht nach ist die Stadt aus diesem Grund nicht an die bisherige Vereinbarung gebunden, deren Änderung das schriftliche Einverständnis aller Parteien voraussetze. Die Stadt Chelmno werde diese solange nicht erteilen, bis nicht sichergestellt ist, dass der Investitionsprozess ordnungsgemäß verläuft. Seitens der Landkreises müssten vor allem die Baukosten auf den Zloty genau geschätzt werden. Außerdem könne man mit der Woiwodschaftsverwaltung durchaus eine spätere Durchführung der Maßnahme vereinbaren, ohne dass die Zuschüsse verfallen, argumentierte das Stadtoberhaupt.
Die Stadt Chelmno halte an der Absicht fest, die Umgehungsstraße zu bauen, müsse aber auch die Finanzierung anderer für die Stadt wichtiger Maßnahmen im Auge behalten, sagte Kedzierski. Er erwarte vom Landkreis offene Verhandlungen und könne nicht bedingungslos jeden geäußerten Vorschlag, der die städtischen Finanzen betrifft, akzeptieren.









