Enttäuschte Einwohner protestieren
Die Ankündigung des Bürgermeisters, die Asphaltierung der ul. Podgorna wegen des notwendigen finanziellen Beitrags der Stadt Chelmno zum Bau der Umgehungsstraße verschieben zu müssen, hat bei den Einwohnern der genannten Straße erhebliche Unzufriedenheit ausgelöst. Die ul. Podgorna (siehe Foto vom 30.12.2007) bildet eine der längsten Straßen in Chelmno und führt durch in der Vergangenheit vor allem landwirtschaftlich genutzte Flächen. In den letzten Jahren sind jedoch eine Reihe von neuen Einfamilienhäusern entstanden, die den bisherigen ländlich-vorstädtischen Charakter der Straße verändert und die seit Jahrzehnten erhobenen Forderungen der Einwohner unterstrichen haben, nicht länger eine teils mit holperigem Kopfsteinpflaster versehene und teils vollkommen unbefestigte Straße benutzen zu wollen.
Nach der Verlegung einer Kanalisation und neuen Wasserleitungen sollte nun in diesem Jahr ein vernünftiger Straßenbelag geschaffen werden. Die beschleunigte Planung der Umgehungsstraße (siehe bisherige Artikel zu diesem Thema) stellte die Stadtverwaltung jedoch vor das Problem, nicht alle schon seit längerem für 2008 geplante Investitionsvorhaben realisieren zu können.
Wie die Wochenzeitung Czas Chelmna in ihrer Ausgabe vom 8. Februar berichtet, drängt der Landrat die Stadt Chelmno, sich rasch schriftlich zu einer Mitfinanzierung der Umgehungsstraße zu verpflichten. Da zum einen nicht sicher ist, dass auch in Zukunft die jetzt bereits zugesagten EU-Fördermittel für das Umgehungsstraßenprojekt gewährt werden würden, und zum anderen bereits die kostenintensive Bauplanung läuft, müssen die Einwohner der ul. Podgorna wohl in den sauren Apfel beißen und noch ein weiteres Jahr warten müssen. Bürgermeister Mariusz Kedzierski sieht derzeit keine Möglichkeit, sowohl dem Landkreis Chelmno den städtischen Beitrag zur Umgehungsstraße zu überweisen als auch die ul. Podgorna zu modernisieren. Letztendlich wird der Stadtrat diese Fragen zu entscheiden haben, weshalb die Einwohner der ul. Podgorna nun die Ratsmitglieder in die Pflicht nehmen wollen. Es dürfte nämlich kaum einen Ratsherrn geben, der vor den letzten Kommunalwahlen nicht eine schnelle Instandsetzung der Straße versprochen hat.









